Silbenlesen

Silbenklappbücher

Die einzelnen Silben können getrennt voneinander weggeklappt werden, sodass eine neue Silbenkombination zu sehen ist.
So wird zum Beispiel aus  Mo- len, Mu- ten. Die Worte selbst ergeben dabei keinen Sinn. Die betonten Silben sind mit einem großen Punkt markiert. Durch die blaue oder rote Färbung wird die Vokalqualität sichtbar gemacht. Blau = der Vokal der offenen Silbe. Rot = geschlossene Silbe.
Die Reduktionssilben erkennt man an einem kleineren Punkt . Die Punkte dienen den Kindern als visuelle Unterstützung für die korrekte Betonung der Zweisilber.  

Durch das Silbenklappbuch sollen die Kinder Gemeinsamkeiten und Unterschiede, vor allem in der Aussprache der Silben, erkennen lernen. Mit dem Silbenklappbuch lassen sich zum Teil sinnvolle und unsinnige Trochäen bilden. Für Lehrerinnen und Lehrer könnte es deshalb eine spezielle Aufgabenstellung sein, die Kinder sinnvolle Wörter finden zu lassen. 

Bastelanleitung: 

Die einzelnen Kärtchen des Silbenklappbuches auf etwas dickeres Papier drucken und ausschneiden. Je nach Belieben können die Kärtchen auch laminiert werden. Danach kann man das Silbenklappbuch ganz einfach mit einer Ringbindemaschine binden. Wir empfehlen dabei, eine Folie als Anfang und einen dickeren Karton als Abschluss für die Rückseite des Silbenklappbuchs zu verwenden.

Silbenteppiche

Die Silbenteppiche dienen dem Erwerb des flüssigen und schnellen Lesens. Der Silbenteppich soll nach der aktuellen Lesestufe des Kindes ausgewählt werden. Es muss zuerst entschieden werden, ob offene oder geschlossene Silben in Verbindung mit der Reduktionssilbe trainiert werden sollen.  

Lesestrategie: 

Halte den rechten Zeigefinger auf die Reduktionssilbe (gelb unterlegte Silbe) und schau sie dir an. Nimm nun den linken Zeigefinger und lies die Silben im großen Kästchen. Achte dabei auf die richtige Betonung (offene oder geschlossene Silbe). Lies zuerst nur die Anfangssilbe und dann beide Silben zusammen. Der rechte Finger bleibt liegen und der linke Finger bewegt sich um ein Feld weiter. Mit dieser Technik kannst du den ganzen Teppich durchlesen. 

Silbenschieber

Es werden grundsätzlich jene Buchstaben oder Laute in einen Silbenschieber verpackt, die die Schülerinnen und Schüler bereits kennen.  

Zuerst erfolgt die Arbeit mit den offenen Silben (blauer Wagen). Der dazugehörige Silbenschieber besteht aus zwei Buchstabenstreifen, die nach Wunsch kombiniert werden können. Der Vokal ist blau gefärbt, da diese Silben laut der schriftsprachstrukturierenden Methode nach Röber der Wortgestalt 1 (blauer Wagen) zugeordnet werden können. Anschließend erfolgt die Erarbeitung der geschlossenen Silben (roter Wagen) mithilfe des Silbenschiebers. Dieser hat zusätzlich noch einen zweiten Konsonanten, der den Vokal stoppt. Der Vokal ist bei den geschlossenen Silben rot gefärbt, da er zur Wortgestalt 2 (roter Wagen) gehört. Die Schülerinnen und Schüler sollen darauf aufmerksam gemacht werden, dass der Vokal im roten Wagen viel weniger Platz hat und deshalb auch kürzer ist. Aufgaben für die Schülerinnen und Schüler könnten sein, so viele verschiedene Silben wie möglich zu finden oder einen eigenen Silbenschieber zu basteln.

Anwendung des Silbenschiebers 

Als erstes muss entschieden werden, ob offene oder geschlossene Silben trainiert werden sollen. Schneiden Sie dazu die passende Hausvorlage aus. Schneiden Sie dabei auch die Schlitze der Fenster ein. Durch diese werden später die Zungen des Silbenschiebers gezogen. Sie können nun entweder unsere Silbenzungen verwenden oder den Buchstabenkanon anpassen und dazu die leere Vorlage verwenden. Dabei empfehlen wir offene Vokale blau und geschlossene Vokale rot zu markieren.

Suchen Sie sich für ihre Schülerinnen und Schüler passende Buchstabenstreifen und setzen Sie diese in den Silbenschieber ein. Die Silbenzungen mit den eingefärbten Vokalen werden im zweiten Schlitz eingeschoben. Ähnlich wie beim Silbenklappbuch können die Buchstaben der Silben nun Schritt für Schritt verschoben werden. Achten Sie darauf, dass das Kind die Buchstaben nicht zusammenlautet, sondern wirklich als Silbe liest. Bei den Silben des Silbenschiebers werden dabei die betonten Silben vorgelesen.